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Mittwoch, 22. Februar 2012
Ein Lebenszeichen von Rheno

Nach schwachem Start konnten sich die 2. Liga Männer steigern und gegen die Gäste aus Bütschwil immerhin einen Satz gewinnen. Die Personalsituation bleibt angespannt.

Einmal mehr musste sich Rheno in der Minimalbesetzung von sechs Spielern plus Libero auf das Spiel vorbereiten. Jeder optimierungswütige Manager hätte Freude am effizienten Personaleinsatz. Im konkreten Fall fehlen Coach Thomas Müller schlicht die Alternativen um mal etwas umzustellen, oder einem Spieler eine Pause zu gönnen. Die Gastgeber konnten zu Beginn nur kurz mithalten, ehe Captain Fritsche die Toggenburger mittels einer Serviceserie 14:5 in Führung brachte. Weder Time-outs noch Umstellungen in der Verteidigung konnten den Schwung der Gäste bremsen. Der erste Satz ging schnell, deutlich und verdient an Volley Bütschwil.

Für den zweiten Durchgang appellierte Rhenos Coach daran, mit den Bällen „sorgfältig“ umzugehen und nicht unnötige Eigenfehler zu begehen. Dies gelang streckenweise, lag man doch zwischenzeitlich 14:13 in Führung. Was dann geschah weiss nicht einmal der Schreibende so genau. Jedenfalls gelang den Toggenburgern nun alles, während sich die Rheintaler im freien Fall befanden und keinen Ball mehr brachten. Natürlich könnte man noch über Pech oder unverständliche Schiedsrichterentscheidungen lamentieren, aber Tatsache bleibt, dass aus dem guten Zwischenresultat ein klares 14:25 wurde.

Die Einheimischen wollten das nicht auf sich sitzen lassen. Gegen die Mittelfeldmannschaft aus Bütschwil musste einfach mehr drinliegen. Es gelangen nun öfters Blockpunkte. Doch die heerbrugger Mittelangreifer hatten selbst extrem Mühe, den gegnerischen Zweierblock zu bezwingen. Passeur Oliver Grawehr fand in dieser Phase die Balance zwischen überraschendem Kombinationsspiel und sicheren Bällen. Dieser Satz war sehr lange ausgeglichen. Rheno brachte dann mit einer Serie von präzisen Anspielen und unwiderstehlichen Blocks die letzten fünf Punkte ins Trockene und konnte den Teilerfolg bejubeln.

Man roch nun Lunte und wollte gleich anknüpfen. Doch Bütschwil steigerte sich wieder. Die grossen Angreifer machten ihre Sache gut und stellten die Rheno-Verteidigung vor teils unlösbare Probleme. Immer noch ohne Wechselmöglichkeit spürte Rheno langsam Müdigkeit in den Beinen. Doch mit Unterstützung der zahlreichen Zuschauer gelang es noch einmal, dem Gegner bis Mitte Satz Paroli zu bieten. Gegen Schluss war die Luft dann aber draussen, und man vermochte nicht mehr mitzuhalten. Der letze Satz und das Spiel gingen verdient an Bütschwil. Rheno bewies am Samstag, dass es eigentlich gut mithalten kann. Aber mental und körperlich ist man nicht in der Lage, über die Länge einer ganzen Partie das volle Potenzial auszuschöpfen. Mit etwas mehr Konstanz sollte es aber möglich sein, bis Ende Saison noch zu punkten und sich vom letzten Tabellenplatz zu lösen.

 

Bericht auf der Homepage von Volley Bütschwil

 

Telegramm

Sa. 21.1.2012, 16.00 Uhr

Rheno Volleyall – Volley Bütschwil 1 1:3

10:25 (in 14 Minuten), 14:25 (16‘), 25:20 (18‘), 17:25 (17‘)

Blattacker Heerbrugg, 30 Zuschauer

Schiedsrichter: Melanie Graf, Belinda Pitti

Rheno: Thomas Müller (Coach), O. Grawehr (Captain) P. Ehrenbold (Libero), M. Krähenmann, S. Moser, P. Simon, D. Oliveira, P. Bürki. Abwesend: M. Fiechter (beruflich), B. Wenk, D. Zinndorf, M. Buschor (alle verletzt).

 
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